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Kunsthistorische Expertise

 
 
 
 
Deine Kunst mit Kompetenz.
Aus der Hand von Experten.
 
 
 

Die Analyse der Kunsthistorikerin Mag. Gabriela Schafarska gibt dir den wissenschaftlichen Blick auf die Welt der Künstler Iven Orx und Aaron Vinn und ihrer Kunst.  




Die Expertin.





Gabriela Szafarska, ist eine herausragende Kunsthistorikerin. Sie schloss ihr  Masterstudium in Kunstgeschichte an der berühmten Universität Warschau mit Auszeichnung ab. Ihre Erfahrungen auf dem Kunstmarkt sammelte sie in namhaften deutschen und europäischen Kunsthäusern und Galerien. Nach der schicksalshaften Begegnung mit den Künstlern Iven Orx und Aaron Vinn widmet sie ihnen ihre Energie mit grosser Passion. In ihren Augen tragen sie, mit ihren bravurösen Kunstwerken, einen wertvollen Beitrag für die Kunst der Gegenwart bei. 
 


 
Die Expertise.

 


 
Göttliche Jungs, göttliche Kunst
und ihre transavantgardistische Mystik.


 
Der weltberühmte Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Vladimir Nabokov pflegte zu sagen: „Kunst ist ein göttliches Spiel, da der Künstler, während er sie erschafft, als echter Kreator sich unmittelbar dem Gott nähert.’’ 

Iven Orx & Aaron Vinn sind ein Kölner Künstlerduo, welches diese Kreatorrolle verkörpern als Erschaffer ihrer eigenen transzendentalen Realität. Seit 2005 arbeiten sie zusammen in ihrem Atelier in Köln und erschaffen Gemälde, Skulpturen und Kunstinstallationen. Hierbei versuchen sie jeden Tag "Ein Stück Himmel auf die Erde zu bringen“. Ihr künstlerischer Weg durchlief viele Transformationen, blieb jedoch immer ein Prozess der darauf abzielte ein Stück Mystizismus zu enthüllen.



Die Expressionistischen Gemälde

Herbert Kühn schrieb 1919, im Zusammenhang mit dem Expressionismus: „Im Expressionismus fällt das Dargestellte und der Gegenstand weit auseinander. Das Dargestellte beginnt gewissermaßen hinter dem Bild. Das Werk betrachtet nicht mehr die äußere Wirklichkeit, sondern schlägt eine andere Wirklichkeit vor, die des Künstlers.“ 

In dem Buch ‚Der Heros in tausend Gestalten‘ beschreibt Joseph Campell, dass uns Herausforderungen im Leben immer dann begegnen, wenn wir für sie bereit sind. In genau so einen Moment haben sich Iven Orx und Aaron Vinn kennengelernt. Die beiden Künstler sind tief im Expressionismus verwurzelt, sie haben eine ähnliche ästhetische Sensibilität, Art der Wirklichkeitsdarstellung und Arbeitsethos. Das Künstlerduo blieb eine Zeit  lang unter dem Pseudonym Devin + Noah bewusst anonym, so dass sich unsere Aufmerksamkeit auf den Inhalt ihres Schaffens konzentriert und nicht auf die Künstler selbst. Der Titel eines Kunstwerkes kann uns beeinflussen die jeweilige Arbeit zu interpretieren, ebenso wie der Name eines Künstlers in uns bestimmte Assoziationen hervorruft, welche auf einen Stil bzw. eine Richtung aus der Kunstgeschichte zurückzuführen ist.

Iven Orx und Aaron Vinn haben für ihren künstlerischen Weg eine mutige Entscheidung getroffen, welche sie zu ständigen Forschungen und Entwicklungen zwingt. Sie verfolgen kontinuierlich den Plan keine Zuordnung zu ermöglichen, um dem Kunstwerk einen mystischen Charakter zu verleihen, dieser Mangel der Attribution wurde bereits im Mittelalter angewendet.






Kunst und Energie haben vieles gemeinsam darüber hinaus sind beide unendlich. Die Energie, die ein Künstler manifestiert und in sein Werk bannt, wird übertragen auf den Betrachter und indiziert in ihm unzählige Interpretationen und Bedeutungen. Dieses Phänomen kann man unterschiedlich benennen z.B. Marshall McLuhan benutzt den Begriff „Elektrizität“, ein Element das in dem Betrachter starke ästhetische Empfindungen erzeugt. Für ihn ist es gleichzusetzen mit der Energie der Sprache. Diese erwähnte „Elektrizität des Ausdrucks“ ist das faszinierende und hypnotisch-fesselnde Element, welches die Expressionistischen Arbeiten von Iven Orx und Aaron Vinn auszeichnet und sie auf dem heutigen Kunstmarkt zu etwas Besonderem macht.

Die Kunst der Gegenwart hat die Formsprache neu bewertet. Man kann demnach über  eine Dekonstruktion des Kunstwerks in der klassischen Bedeutung sprechen. Jacques Derrida schrieb, dass es „nichts außerhalb des Textes selbst gibt“, durch das paraphrasieren können wir schließen, dass es ebenso „nichts anderes gibt außer dem Kunstwerk selbst.“ Iven Orx und Aaron Vinn gehen über die Rahmenkonvention hinaus, in ihren Kunstwerken geht es nicht um die Suche nach einem einzigen Diskurs. Das Kunstwerk an sich ist für sie die Form, welche die einzig wahre Wirklichkeit repräsentiert. Eine Wirklichkeit die positive Erfahrungen, Freude und im Großen und Ganzen die Bejahung des Lebens widergespiegelt. 

Für das Künstlerduo ist der Schaffensprozess genauso wichtig wie das Ergebnis selbst. Ihre Kunst entsteht fokussiert auf jedes Detail, manchmal erscheinen sie sogar mehr „wie geschrieben“ als gemalt, was sie einmalig und einzigartig macht. Die Reinheit des Lichts und die Affirmation von Farbe wie auch Form, surreale Darstellungen der Realität und auch puristische Zusammenstellungen der reinen Form sind zu perzipieren. All diese Elemente verbinden sich zu einer neuen Sprache die charakteristisch für ‚Neue Wilde‘ steht. Iven Orx und Aaron Vinn reduzieren die figurativen Elemente bis auf ein Minimum und verflechten es mit dem monochromatischem Farbverständnis von Gerhard Richter. Sie möchten auf diese Weise ein Ideal, ein reines und vollkommenes Kunstwerk erschaffen, welches unbefleckt ist und nicht von Kunstrichtungen, Strömungen oder Theorien belastet ist. Ihre Denkweise und die Interpretation ihrer Kunst reiht sich ein in die Transavantgarde. Sie zeichnet sich aus durch eine emotionale Expression, ebenso wie einer intuitiven Übertragung der Form hinein in eine stilistisch bzw. formale Verbindung, welche zusammengefasst die emotionalen Ausdrucksmittel verstärkt.


Iven Orx und Aaron Vinn explorieren stets neue und unbekannte Bereiche und erweitern ihren Horizont der formalen wie auch inhaltlichen Fähigkeiten. Sie loten unermüdlich ihre eigene Synthese der Möglichkeiten aus. Dank der Künstler eröffnen sich für uns neue Wege, um unsere eigene Bedeutung zu hinterfragen und zu gestalten.





Herwarth Walden, der Gründer der Zeitschrift „Der Sturm“, schrieb im Jahr 1927: „…der Maler präsentiert das, was er in den tiefsten Schichten seines Bewusstseins sieht. Er bringt sich selbst zum Ausdruck, die vergängliche Wirklichkeit ist für ihn lediglich ein Symbol. Er engagiert sich in dem Prozess des eigenen Selbst, die Außenwelt trägt Aufzeichnungen in sein Bewusstsein hinein, er wiederum bringt diese zum Ausdruck nach Außen.“ 

So beeindruckt die Kunst von Iven Orx und Aaron Vinn mit einer außergewöhnlichen Form und Komplexität, welche jedem von uns erlaubt eigenen Bedeutungen zu generieren.



Die Göttliche Kunst

Das Prinzip des göttlichen hat bei Iven Orx und Aaron Vinn seine eigene Genesis. Einen großen Einfluss auf ihre Kunst hat Köln, eine Stadt die unter anderem mit Wallfahrten assoziiert wird. Durch ihre große Anzahl an Sakralen Objekten (Gebäude, Monumente, Kunstwerke und Reliquien) ist sie das Synonym für Gold und Prunk. Sie verwundert und erstaunt zugleich und bewahrt so seit Jahrhunderten ihr mystisches Antlitz. Genau hierher wurden aus Vercelli (nähe Mailand) die Reliquien der Heiligen Drei Könige überführt und so zieht Köln ebenso wie der Kölner Dom, vom Mittelalter bis heute, Pilger aus der ganzen Welt an.

In der Kunst „Der Göttlichen“ taucht oft der Totenschädel auf. Für sie ist er ein wichtiges Symbol für die Grenze zwischen dem was menschlich und dem was göttlich ist, dem Diesseits und dem Jenseits. Im Christentum ist der Totenschädel das Attribut der Heiligen, sowie die Essenz des biblischen Buches vom Prediger Salomo: „Vanitas vanitatum et omnia vanitas“ (Eitelkeit der Eitelkeiten, alles ist eitel). Die Vanitas Motive des Totenschädels werden seit Jahrtausenden in der Literatur, der bildender Kunst, dem Theater und der Musik traditionell eingesetzt, um die Schönheit, den Verfall und die Vergänglichkeit alles Irdischen zu versinnbildlichen.



Iven Orx & Aaron Vinn ergründen und überspitzen die mystische, geradezu heilige Tradition mittelalterlicher Kunst. Sie war einer der Faktoren die ihre Kunst prägten, aber nicht die Einzige. Sie trafen auf ihrem Weg auch viele inspirierende Persönlichkeiten.



Eine ihrer ersten großen Inspirationen war Mary Bauermeister, welche, ebenso wie „Die Göttlichen“, mit Köln verbunden ist. Dank ihr wurden sie in die Welt der Avantgarde und vor allem in das avantgardistische Denken über Kunst eingeführt. Bauermeister bildete die Avantgarde der 1960er Jahre, sowohl im Künstlerkreis der Pop Art, dem New Realism und des Fluxus.

Sie war auch in engen Beziehungen mit Robert Rauschenberg, Jasper Johns, Niki de Saint Phall und Jean Tinguely. Ihr unübertreffliches Vorbild jedoch war ihr ganzes Leben lang Marcel Duchamp. 

Für „Die Göttlichen“ war die Begegnung mit Bauermeister ein einschneidender Wendepunkt. Mit ihr durchschritten sie den künstlerischen Weg der Avantgarde und erschufen während dessen ihre eigene Transavantgarde, durch das brechen der für sie verstaubten Dogmen der Kunst. 






In der Tat ist "Transformation" für sie das Schlüsselwort. Transformare (lateinisch für dt.Transformation) bedeutet Umwandlung, Verformung, Verwandlung und ist ein Synonym für die Veränderung und die Bewegung. In ihrer Kunst waren die Veränderungsprozesse dynamisch und ihr Pfad immer darauf ausgerichtet das Unerreichbare zu erreichen und das Unberührbare zu berühren. 

„Die Göttlichen“ durchliefen ihre eigenen Transformationen, so dass die thematische Vielfalt ihrer Kunstwerke keine Grenzen kennt. Ihr Spektrum umfasst sowohl historische und okkulte, religiöse als auch völlig surrealistische wie auch fantastische oder auch futuristische Visionen von universellen Themen. Oft erinnern die Darstellungsformen an die der alten Götter der Römer, Ägypter und Mayas oder derer von katholischen Heiligen.

Bauermeister implantierte „Den Göttlichen" das Bedürfnis Aspekte ihres Kunstempfindens zu überdenken und weckte ihr Interesse an der Kunst von Duchamp. Genau er war es, der die visuelle Attraktivität, die nur der hohen Kunst vorbehalten war, ablehnte. In „Idea ready made“ (dt. Idee fertig gemacht) oder „objet trouvé“ (dt. Objekt gefunden) entsteht ein Kunstobjekt oder sein Teil aus alltäglichen Gebrauchsgegenständen. Es geht hier darum die Bedeutung vom Objekt auf das Subjekt zu übertragen. 

Dieser Prozess wird von „Den Göttlichen" vollkommen verstanden. Sie möchten ab dann ihren Werken eine mystische Bedeutung verleihen, durch das entreißen dieser aus ihren früheren Bedeutungen, an die alle gewöhnt sind. Die Anwendung sehen wir in ihren folgenden Arbeiten, in den sie ihre Gemälde und Objekte sowie bereits bestehende Gegenstände in den Stand des Idealen (des Göttlichen) erheben. Die Oberflächen der Kunstwerke werden nun teilweise mit Gold, Silber, Platin, Glitzer und vielen weiteren Materialien veredelt, um sie zu erweitern und so zum symbolischen Element für den „Himmel auf Erden“ zu erheben. „Die Göttlichen“ nähern sich so nicht nur der traditionellen Kunst auf mystische Weise, sie spielen auch mit ihrer alten Ordnung.



Bei der Analyse ihrer Kunst ist es schwer die Analogie zum Essay von Susan Sontag, aus der Mitte der 1960er Jahre, den "Notes on Camp“, zu umgehen. Sontag definiert Camp als "eine gescheiterte, enttäuschte Ernsthaftigkeit".

Sie lässt die Luft aus einem mit Patos der ernsthaften Kunst aufgeblasenen Ballon heraus, der sich zur Aufgabe gemacht hat: docere, movere, delectare (belehren - überreden - überzeugen). Eine ihrer wichtigsten Ansichten hierzu, sie lehnt die Kategorisierung etwas als "gut" oder "schlecht" anzusehen ab. Camp ist manchmal übersättigt, kitschig und übertrieben in seinem Ausdruck, aber es ist sicherlich eine Art von Sensibilität in der Kunst. Deshalb ist die „Camp-Kunst" von Iven Orx & Aaron Vinn die Akzeptanz und Bejahung zu jeder Form welche ihrem klassischen Verständnis entgeht.






Die Transavantgarde

Der Begriff „Transavangarde“ auch italienisch „Transavanguardia„ (jenseits der Avantgarde) wurde erstmals 1979 vom römischen Kunstkritiker Achille Bonito Oliva erwähnt und ist hauptsächlich aus der italienischen Arte Povera hervorgegangen.

Die Kunst von Iven Orx und Aaron Vinn passt in die Definition der Transavangarde, vor allem durch die Ablehnung des Imperativs der Neuheit. Vergangene Themen, Motive und Macharten aus der Kunst werden mit ironischer Distanz zurückgeholt, so dass es schwer zu unterscheiden ist um was es sich hier handelt, einen Witz oder eine ernste Aussage, um Schönheit oder Kitsch. Die Transavantgarde bedeutet auch den Gebrauch der Kunst in ihrem traditionellen Sinne, nämlich die Verbindung von verschiedenen Stilen und Techniken. 

In Zeiten, in denen Kunst bereits das letzte Wort gesagt haben soll und die Form wie auch der Inhalt bereits gänzlich erschöpft zu sein scheint, möchten die Künstler, dass der Betrachter in dem unendlichen Schaffensprozess der Bedeutungen Teil nimmt. Für „Die Göttlichen“ ist dieser eigentliche kreative Prozess selbst äußerst bedeutend, da die daraus resultierende Kunst für sie ihre Art der Kommunikation zwischen dem Künstler und dem Betrachter ist. Sie hat die Aufgabe das fehlende transzendentale Element, zwischen dem was göttlich und dem was irdisch ist, zu erschaffen.






Zweifellos sind Iven Orx & Aaron Vinn die Antwort auf die emotionalen und ästhetischen Bedürfnisse des heutigen Kunstkonsumenten.

Mit ihren Arbeiten füllen sie effektiv die Lücke zwischen den oft utopischen Annahmen zeitgenössischer Künstler und der aktuell vorherrschenden Ästhetik. Sie gehören zu der neuen Generation die es mit einem Betrachter aufnehmen muss, der mit einer Vielzahl täglich implizierter Bilder bereits konfrontiert wurde. 

Trotzdem bleibt ihre Art zu arbeiten “transavangardistisch“, erfüllt mit einer ungewöhnlichen Form die es jedem von uns erlaubt seine eigene Bedeutungen zu generieren. So tragen sie der transavantgardistischen Art des Denkens über Kunst bei und zeichnen sich durch eine gefühlsstarke Expression wie auch intuitiven Form der Darstellung aus. Hierbei nutzen sie bewusst verschiedene Kunstformen, welche der emotionalen Übertragung dienen sollen. 

Die "Göttlichen" sagen über sich selbst, dass ihre Rolle darin besteht "ein Stück Himmel auf die Erde zu bringen" und deswegen verleihen sie jedem ihrer Werke eine göttliche Seele der transzendentalen, übernatürlichen Mystik.

Ihre Profession empfinden sie als eine Art Mission. Jedes ihrer Kunstwerke soll Eigenschaften besitzen, um unsere Realität in einen übernatürlichen Zustand zu verwandeln. Ihre Leben bestimmt die tägliche Suche nach transavantgardistischer Mystik.




Mag. Gabriela Szafarska
Kunsthistorikerin


 



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